Die Opfererzählung über KI ist ein Geschäftsmodell, Angst verkauft
Man will, dass du dich als Opfer fühlst.
Das ist gerade die gefährlichste Geschichte in der Tech-Welt. Eine sorgfältig gebaute Erzählung von Ohnmacht, die laut Forschung „KI-bedingte Angst" und gesellschaftliche Spaltung befeuert°.
Die Erzählung, vorangetrieben von den OpenAIs, Oracles, Perplexities und Googles dieser Welt und den Leuten, die ihnen Beifall klatschen, liest sich wie Kapitel bei Orwell:
- Unser gemeinsames Wissen wandert in geschlossene Datenbanken.
- Unser kritisches Denken verkümmert, weil wir das Denken auslagern.
- Unsere Arbeitsplätze werden überflüssig.
- Uns wird gesagt, wir sollen dem Algorithmus mehr vertrauen als der eigenen Intuition.
- Unsere Eigenständigkeit löst sich in einer Kultur der Remixe auf.
- Was uns an Privatsphäre bleibt, wird an den Meistbietenden verkauft.
Das ist aber eine strategische Täuschung. Die eigentliche Bedrohung ist das Geschäftsmodell hinter der Erzählung. Angst verkauft Software. Unsicherheit verkauft Beratungsmandate. Die Geschichte deiner Ohnmacht ist ungeheuer profitabel.
Die eigentlichen Bedrohungen sind die durch und durch menschlichen Entscheidungen, die heute getroffen werden.
Wir sind keine passiven Figuren in einem dystopischen Drehbuch. Die Prinzipien menschenzentrierter KI sind längst keine Theorie mehr. Sie liefern klare Modelle dafür, wann man menschliche Fähigkeit erweitert und wann man eine Aufgabe vollständig automatisiert, damit die Wahl immer bewusst bleibt und von unserem Zweck getragen wird.
Der Weg ist da.
Wir haben den Spielraum, Transparenz zu fordern, technologischen Determinismus abzulehnen und Systeme zu entwerfen, die einem menschlichen Zweck dienen.
Damit stehen wir vor der Kernentscheidung.
Richten wir die Welt darauf aus, dass wenige Kapital anhäufen?
Oder richten wir sie auf hohe Lebensqualität für viele aus?
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°Stanford University HAI. (2024). 2024 KI Index Report.
Quellen
- 0: Stanford University HAI. (2024). 2024 AI Index Report.